Einfluss auf die Pille danach

Achtung, diese Faktoren beeinflussen ggf. die Wirksamkeit der Pille danach!

Zunächst einmal muss an dieser Stelle noch einmal betont werden: die Pille danach sollte so schnell wie möglich nach dem ungeschützten Verkehr eingenommen werden. Je länger die Einnahme verzögert wird, desto weniger wahrscheinlich ist die Wirksamkeit der Pille danach. Die genauen Wirkfenster kannst du dem Beipackzettel entnehmen. Bei Pillen danach mit dem Wirkstoff Levonorgestrel kann davon ausgegangen werden, dass sie innerhalb von 24 Stunden nach der Verhütungspanne genommen werden sollten. Bei einer Einnahme von zu 72 Stunden nach dem ungeschützen Geschlechtsverkehr kann die Pille danach mit Levonorgestrel eine Schwangerschaft verhindern, wenn bis dahin noch kein Eisprung eingesetzt hat. Bei Pillen danach, die den Wirkstoff Ulipristalacetat enthalten ist das zeitliche Fenster zur Einnahme noch weiter. Genauer gesagt können Pillen danach Präparate mit Ulipristalacetat bis zu 120 Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr noch eine Schwangerschaft verhindern, wenn noch kein Eisprung eingesetzt hat.

Johanniskraut: Johanniskraut ist zum Beispiel in Tablettenform rezeptfrei in Drogeriemärkten und Apotheken erhältlich. Johanniskraut hat sich bewährt um den Umgang mit stressigen Alltagssituationen zu erleichtern und die Stimmung anzuheben. Es ist, wenn man so will, ein ganz leichtes, natürliches Antidepressiva. Neben seiner Stimmungsaufhellenden Wirkung veranlasst Johanniskraut, dass Stoffe im Verdauungs- und Entgiftungstrakt des Körpers schneller abgebaut werden. Das ist bei der Einnahme der Pille und auch bei der Pille danach problematisch: es kann passieren, dass die Wirkstoffe der Pille  schon abgebaut werden, bevor sie wirklich im Körper ihre Wirkung entfalten können. Falls du in der letzten Zeit dieses natürliche Arzneimittel eingenommen hast solltest du dich unbedingt an einen Arzt oder Apotheker wenden um ein weiteres Vorgehen zu besprechen. Um die Wirksamkeit der Anti Baby Pille zu garantieren solltest du in Zukunft, wenn möglich, auf die Einnahme von Johanniskrautprodukten verzichten. Ansonsten empfehlen wir unbedingt, zusätzlich mit Kondomen zu verhüten.

Enzyminduktoren wie z.B. Rifamicin und Antiepileptika:  auch diese Mittel können die Wirkung der Pille danach beeinflussen. Für diejenigen, die diese Medikamente einnehmen wird empfohlen, nicht mit der Pille danach zu handeln, sondern zur Verhinderung der Schwangerschaft eine Kupferspirale zu wählen. Falls es nicht möglich sein sollte, eine entsprechende Kupferspirale aufzutreiben wird von britischen Experten empfohlen, die doppelte Dosis der Pille danach mit dem Wirkstoff Levonorgestrel einzunehmen. Dies sollte auf keinen Fall mit Notfallpillen geschehen, die den Wirkstoff Ulipristalacetat enthalten. In jedem Falle sollte eine doppelte Dosis der Pille  mit  dem Wirkstoff Levonorgestrel nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker geschehen.

Starkes Übergewicht: Bei Übergewicht ist die Wirkung der in der Notfallpille enthaltenen Hormone möglicherweise nicht mehr stark genug. Einige Quellen behaupten, dass beim Wirkstoff Levonorgestrel ab einem Gewicht von 75 kg Vorsicht geboten ist. Der Wirkstoff Ulipristal ist bei Übergewicht etwas wirkungsvoller – erst ab einem Gewicht von etwa 95 kg ist eine optimale Wirkungsweise nicht mehr garantiert. Allerdings ist hierzu zu sagen, dass einige Experten keinen Zusammenhang zwischen der Wirkungsweise der Pille danach und Übergewicht sehen.

Durchfall und / oder Erbrechen:  wenn du in den 3 Stunden nach der Einnahme der Pille danach Durchfall hast oder dich übergeben musst, dann kann es sein, dass die Wirkstoffe der Pille danach noch nicht vom Körper aufgenommen werden konnten. Das heißt, durch Durchfall oder Erbrechen kann die Pille danach wirkungslos werden. Um auf Nummer sicher zu gehen solltest du mit einem Arzt oder Apotheker sprechen und auf jeden Fall die Packungsbeilage lesen, um zu sehen, wie nun weiter verfahren werden soll. In der Regel wird dazu geraten, bei Durchfall und Erbrechen in den wenigen Stunden nach Einnahme der Pille danach eine weitere Pille danach einzunehmen.

Einnahme von Antibiotika oder anderen Medikamenten: Falls du gerade Antibiotika oder andere verschreibungspflichtige Medikamente einnimmst musst du unbedingt mit einem Arzt absprechen, ob es zu Wechselwirkungen kommen kann, die die Pille danach wirkungslos machen. Auch ist es wichtig, dass du mit dem Arzt absprichst, ob das Medikament sich mit der Notfallpille verträgt. Beispielsweise belastet die Einnahme der Pille danach die Entgiftungsorgane des Körpers. Es könnte sehr unvorteilhaft sein, zusammen zu der Pille danach ein weiteres Medikament einzunehmen, dass diese Organe besonders in Anspruch nimmt.

Alkoholkonsum: die Pille danach wirkt auch trotz rauchen oder Alkoholkonsum. Vorsicht ist allerdings geboten bei viel Alkoholkonsum. Wenn ein übermäßiger Konsum von Alkohol Erbrechen hervorruft, dann kann es sein, dass die Pille nach dem ungeschützten Verkehr, die ihre Wirksamkeit verliert. Es kann sein, dass du dann erneut eine Pille einnehmen musst, um die Wirksamkeit zu garantieren. Sprich diesbezüglich am Besten mit einem Arzt oder Apotheker und lese die Bedingungen der Wirksamkeit genau in der Packungsbeilage der Notfallpillen nach. Meist wird angegeben, dass die Wirksamkeit nicht garantiert werden kann, wenn das Erbrechen in den ersten drei Stunden nach der Einnahme der Pille danach stattfindet. Um sicher zu gehen ist es dennoch sinnvoll, einen Arzt oder Apotheker zu konsultieren.

Wenn du vor der Einnahme der Pille  erbrechen musstest, besteht kein Risiko.

Zigarettenrauch: Rauchen hat keine negativen Auswirkungen auf die Wirkung der Pille danach.

 

Nach der Einnahme der Pille danach

Die Pille danach habe ich genommen – und jetzt ?

Die Pille danach garantiert nicht zu 100 %, dass keine Schwangerschaft zu Stande kommt. Wenn keine Wechselwirkungen mit Medikamenten (z.B Johanniskraut) bestehen und du die Pille als Notfallverhütung genau so einnimmst, wie es in der Packungsangabe vorgeschrieben ist, dann wird die Wahrscheinlichkeit, nicht schwanger zu werden, erheblich gesteigert. Die Pille danach wirkt schließlich so, dass sie den Eisprung verzögert. Die Spermien deines Partners können deshalb keine Eizelle vorfinden. Eine Befruchtung, also auch eine Schwangerschaft wird damit verhindert. Generell gilt, dass die Wirksamkeit der Pille als Notfallverhütung dann am höchsten ist, wenn du sie so schnell wie möglich nach dem ungeschützten Verkehr einnimmst.

Welche Folgen sind zu erwarten?

Es ist zu erwarten, dass die nächste Regelblutung nicht ganz so einsetzt, wie du es bisher kennst. Es kann sein, dass sie ein paar Tage früher oder später kommt oder gar ganz aussetzt. Falls die Monatsblutung aussetzt, solltest du zur Sicherheit noch einen Schwangerschaftstest machen. Es kann aber ganz natürlich sein, dass die Regel aussetzt, obwohl du nicht schwanger bist. Schließlich bedeutet die Einnahme der Pille danach kurzzeitig einen großen Stress für den Körper. Und Stress im Körper kann immer zu einem Aussetzen der Regel führen. Wichtig ist allerdings, dass du den Schwangerschaftstest nicht zu früh machst. Schwangerschaftstests funktionieren erst zu dem Zeitpunkt, an dem du normalerweise deine Tage bekommen würdest. Wenn du beispielsweise nur wenige Tage nach Einnahme den Test machst, es aber noch zwei Wochen dauert bis du regulär deine Regelblutung erwartest – dann ist das Testergebnis nicht zuverlässig.

Falls dein Körper übermäßig stark auf die Einnahme des Medikamentes reagiert, könnte es sein, dass du eine Unverträglichkeit gegen den Inhaltsstoff des Präparats hast.

Die Zeit nach der Pille danach: Nebenwirkungen und weitere Verhütung

Die Pille danach: wie reagiert der Körper darauf?

Im Vergleich zu Präparaten, die früher eingesetzt wurden, ist die Pille danach eher harmlos. Trotzdem bringt sie das Hormongleichgewicht des Körpers ins Wanken. Durch diese Hormonschwankungen kann die Pille danach Kopfschmerzen hervorrufen, aber auch Übelkeit und Unterleibs- oder Bauchschmerzen. Es ist außerdem nicht außergewöhnlich, dass durch die Pille danach der Zyklus verzögert oder verändert wird. Es kann sein, dass Zwischenblutungen auftreten, dass die Monatsblutung ausfällt oder gar besonders heftig stattfindet. Auch kann es vorkommen, dass die Periode eine Woche zu früh oder zu spät auftritt. Wenn die Periode also nicht zum „gewohnten“ Zeitpunkt kommt, muss es nicht heißen, dass die Pille after nicht gewirkt hat.

Die Pille danach: wie geht es weiter mit der Verhütung?

Wenn du die Pille als Notfallverhütung eingenommen hast, musst du auch in der darauffolgenden Zeit bei Geschlechtsverkehr unbedingt verhüten. Das heißt: wenn du die Pille danach eingenommen hast musst du trotzdem z.B. deine normale Anti Baby Pille weiter einnehmen und Kondome verwenden. Die Pille danach ist kein Verhütungsmittel. Vergiss nicht, dass bei einem Einnahmefehler der Anti Baby Pille auch Tage später die Verhütungswirkung noch nicht garantiert ist. Die Pille danach führt dazu, dass der Eisprung zu einem späteren Zeitpunkt stattfindet. Das heißt, dass du zu einem unbestimmten späteren Zeitpunkt (ggf. wenige Tage später) wieder schwanger werden könntest. Die

Die Pille danach ist nur eine punktuelle Hilfe, sie kann nicht dauerhaft nach jedem ungeschützten Verkehr verwendet werden. Das würde den Körper sehr schädigen. Die Einnahme dieser speziellen Pille muss also unbedingt eine Ausnahmeoption sein. Es ist wichtig, dass du dich mit dem Thema Verhütung nun noch einmal genauer auseinandersetzt: Wie konnte es zu der Verhütungspanne kommen? Wäre ein anderes Verhütungsmittel vielleicht geeigneter für mich/uns? Auch kann man die Möglichkeit der Spirale danach in Betracht ziehen.

Folgen der Einnahme:

Falls du eine Pille danach mit dem Wirkstoff Ulipristalacetat eingenommen hast und normalerweise eine Anti Baby Pille mit dem Stoff Gestagen einnimmst solltest du unbedingt im Zeitraum von 14 Tagen nach Einnahme der Pille danach zusätzlich mit Kondom verhüten. Das liegt daran, dass Ulipristalacetat in der Medizin im Verdacht steht, die Wirkung von Gestagen zu beeinflussen. Mit einem Kondom als zusätzlicher Verhütungsmaßnahme kannst du also auf Nummer sicher gehen.

Die Spirale danach

Wann sollte die Spirale danach angewendet werden?

Ist es zu ungeschütztem Geschlechtsverkehr beziehungsweise einer Verhütungspanne gekommen, kann eine Schwangerschaft durch eine Notfall Verhütung verhindert werden. Dabei steht neben der „Pille danach“ jetzt auch eine Kupferspirale als Notfallkontrazeption zur Verfügung.

„Spirale danach“, was ist das?

Eine Hormonspirale ist für den Einsatz als Notfallverhütung generell ungeeignet. Hingegen kann durch das Einlegen einer Kupferspirale (Insertion) in die Gebärmutter eine ungewollte Schwangerschaft auch nach dem Geschlechtsverkehr noch verhindert werden. Die „Spirale danach“ wird im medizinischen Fachjargon Intrauterinplessar (IUD) genannt. Sie ist nach einer aktuellen amerikanischen Studie (Human Reprod 2012) zurzeit die im Notfall sicherste Verhütungsmethode.

Wirkungsweise des Intrauterinplessars

Die Effektivität der Kupferspirale als Notfallkontrazeption ist mittlerweile durch wissenschaftliche Studien hinreichend bewiesen.
Allerdings ist noch nicht eindeutig geklärt, wie die „Spirale danach“ ihre verhütende Wirkung entfaltet. Forscher gehen davon aus, dass das Kupfer der Spirale als Wirkstoff die Schleimhäute am Muttermund beziehungsweise an der Gebärmutter verändert und so das Einnisten einer befruchteten Eizelle verhindert. Zudem konnte durch wissenschaftliche Untersuchungen festgestellt werden, dass durch das Intrauterinplessar ein Aufsteigen von Spermien in die Gebärmutter unterbunden wird.

Wann sollte die Spirale eingesetzt werden ?

Zwischen dem ungeschützten Geschlechtsverkehr und der Insertion der Kupferspirale in den Uterus sollten nicht mehr als fünf Tage liegen.

Wie verlässlich ist ein IUD ?

Statistisch gesehen liegt die Wirksamkeit der „Spirale danach“ bei 99,9 Prozent. Das bedeutet, von 1.000 Frauen mit postkoital eingelegter Spirale wird nur eine schwanger. Damit ist ein IUD sogar sicherer als die „Pille danach“.

Welche Vorteile bietet die Kupferspirale ?

Der größte Vorteil des Intrauterinplessars ist, dass seine Wirksamkeit sich noch fünf Tagen nach dem ungeschützten Verkehr entfaltet. Zudem ist sie auch für Frauen unter 16 Jahren geeignet, sofern die ärztliche Beurteilung nichts anderes ergibt. Ein weiterer Vorteil der „Spirale danach“ ist , dass sie für fünf Jahre als Verhütungsmittel in der Gebärmutter bleiben kann. Allerdings sollte der richtige Sitz der Spirale in regelmäßigen Abschnitten vom Facharzt überprüft werden. Die „Spirale danach“ hat keinen Einfluss auf die Menstruation und kann zudem,, im Gegensatz zur Hormonspirale, unabhängig vom Zyklus eingesetzt werden.

Gibt es Nachteile?

Einziger Nachteil der Kupferspirale ist die zum Teil schmerzhafte Insertion in die Gebärmutter. Das gilt insbesondere, wenn die Einlage der „Spirale danach“ nicht während der Menstruation durchgeführt wird, bei der sich der Gebärmutterhals etwas weitet und das Plessar somit leichter eingebracht werden kann.

Für wenn ist die Kupferspirale geeignet?

Der Intrauterinplessar ist für alle Frauen jeden Alters geeignet. Vorausgesetzt die Gebärmutter ist groß genug. Diesbezüglich könnte insbesondere Jugendliche und junge Frauen Probleme bekommen. .

Wie viel kostet ein Intrauterinplessar ?

Je nach Modell liegen die Kosten für die „Spirale danach“ inklusive Insertation zwischen 120 und 300 Euro. Für Frauen bis zum vollendeten 20. Lebensjahr werden die Kosten noch von den Krankenkassen getragen. Das gilt auch für die erste Ultraschalluntersuchung zwecks Lagekontrolle nach dem Einlegen in den Uterus. Alle weiteren Ultraschallkontrollen müssen hingegen aus eigener Tasche bezahlt werden.

Fazit:

Ein IUD wird heute leider nur selten genutzt. Dennoch ist die „Spirale danach“ nicht nur im Notfall ein sehr sichereres Verhütungsmittel. Wer ohne hin eine Spirale als Verhütungsmethode nutzen will, macht daher mit der“Spirale danach“ nichts falsch.

Anmerkung: Irrtümer vorbehalten.

Die Pille danach Fragen und Antworten

Die Pille danach

Es kann Situationen im Leben geben, in denen der Schutz durch herkömmliche Verhütungsmittel nicht gegeben ist. Dann kann die Pille danach vor einer ungewollten Schwangerschaft schützen. Um jedoch eine Wirkung zu erzielen, sollte man Einiges beachten. Denn die Pille danach kann einer Frau die Verantwortung zu einer vernünftigen Schwangerschaftsverhütung nicht abnehmen, da sie nicht zu 100% und nur unter bestimmten Bedingungen wirksam ist.

Wann sollte man die Pille danach nehmen?
Eine Schwangerschaft ist nur nach dem Eisprung der Frau möglich. Die dabei entstehende Eizelle ist nur eine sehr begrenzte Zeit lebensfähig und somit bereit für eine Befruchtung. Dieser Zeitraum beträgt in der Regel nicht länger als 24 Stunden. Die männlichen Spermien hingegen können nach dem Geschlechtsverkehr bis zu 5 Tagen überleben und eine reife Eizelle befruchten. In seltenen Fällen klappt eine Schwangerschaft sogar noch nach 7 Tagen. Daher kann es sein, dass eine Frau erst 5-7 Tage nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr schwanger wird. Um eine ungewollte Schwangerschaft zu vermeiden, ist es daher wichtig, die Pille für danach so schnell wie möglich einzunehmen. Wie der Name bereits vermuten lässt, erzielt man die beste Wirkung innerhalb der ersten 24 Stunden, nachdem der ungeschützte Geschlechtsverkehr stattgefunden hat. Besitzt die Pille den Wirkstoff Levonorgestrel, so sollte die Einnahme bis spätestens 72 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr erfolgen. Eine Einnahme außerhalb dieses Zeitraumes bringt leider nicht den gewünschten Schutz.

Hier könnt ihr euren Eisprung berechnen:

(c) www.BMI-Rechner.net

Wie hoch ist die Sicherheit der Pille danach?

Je schneller man die Pille für danach einnimmt, desto erfolgreicher kann sie wirken. Wichtig ist jedoch, dass die Frau noch nicht in den fruchtbaren Tagen ist, also der Eisprung noch nicht stattgefunden hat. Während die Pille für danach mit dem Wirkstoff Ulipristalacetat (die 24 Stunden Pille) auch an den beiden Tagen mit dem höchsten Risiko zur Schwangerschaft wirkt, ist die levonorgestrelhaltige Pille für danach (72 Stunden Pille) an den fruchtbarsten Tagen nicht wirksam. Studien haben bewiesen, dass die 24 Stunden Pille mehr ungewollte Schwangerschaften verhindern kann. So kann sie bei einer dementsprechend schnellen Einnahme das Risiko einer Schwangerschaft bis auf 0,9 % senken. Bei der 72 Stunden Pille für danach mit dem Wirkstoff Levonorgestrel steigt hingegen das Risiko einer ungewollten Schwangerschaft auf 2,3 %.

 

Wie wirkt die Pille danach?

Einmal im Monat erfolgt im Körper der Frau ein Anstieg der Hormone, welches zur Folge hat, dass der Eisprung erfolgt. Kommt es zu diesem Zeitpunkt zu einem ungeschützten Geschlechtsverkehr, so treffen die männlichen Spermien auf die reife Eizelle. Die Frau wird schwanger. Die Pille danach verhindert nun den Hormonanstieg und verschiebt somit das Reifen einer Eizelle. Somit verpassen sich die reife Eizelle und Spermien. Eine Befruchtung kann nicht stattfinden und somit auch keine Schwangerschaft. Dabei ist es relativ egal, an welchem Tag des weiblichen Zyklus die Einnahme erfolgt, solange die Einnahme nur so schnell wie möglich nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr stattfindet. Denn der Eisprung kann sowohl früh, als auch mittig oder spät im Zyklus erfolgen. Wichtig ist daher nur die frühzeitige Einnahme der Pille danach, denn wurde die Eizelle bereits befruchtet, wirkt die Pille für danach natürlich nicht mehr.

 

Was muss man vor der Einnahme beachten?

Besonders zu beachten ist, dass die Wirkung der Pille für danach bei übergewichtigen Frauen reduziert sein kann. Auch hier gilt wie allgemein, dass die Pille mit dem Wirkstoff Ulipristalacetat im Vergleich zu der Pille mit dem Wirkstoff Levonorgestrel wirksamer ist. Um eine ungewollte Schwangerschaft zu vermeiden, sollte die Frau so schnell wie möglich die Pille für danach einnehmen, unabhängig von ihrem Gewicht.
Die normale Antibabypille sollte am folgenden Tag wieder ganz normal bis zum Ende der Packung eingenommen werden, um Zwischenblutungen und Unregelmäßigkeiten im Zyklus zu verhindern. Doch auch wenn man die Antibabypille für diesen Monat regelmäßig weiter nimmt, sollte man wissen, dass der Schutz in der Regel nicht mehr gewährleistet werden kann. Daher ist es wichtig, bis zum nächsten Zyklus zusätzlich zu verhüten, zum Beispiel durch ein Kondom. Nur so kann eine ungewollte Schwangerschaft sicher vermieden werden.
Frauen, die sich bereits unwissentlich in einer Frühschwangerschaft befinden und nach einem ungeschützten Geschlechtsverkehr die Pille danach einnehmen, brauchen keine Angst zu haben. Da die Pille danach keine Abtreibungspille ist, führt die Einnahme weder zu einem Schwangerschaftsabbruch noch zu Schädigungen am ungeborenen Kind.
Welche Nebenwirkungen können vorkommen?
Wie bei jedem Medikament kann es auch bei der Pille danach in manchen Fällen zu Nebenwirkungen kommen, auch wenn sie in der Regel von der Mehrzahl der Frauen gut vertragen wird. Nebenwirkungen treten daher nur selten auf. Die möglichen Symptome sind in etwa vergleichbar mit den Beschwerden einer normalen Menstruation, unter denen viele Frauen jeden Monat leiden. Das können Unbehagen, Kopfschmerzen oder Unterleibsschmerzen oder Krämpfe sein. Schwerwiegendere Nebenwirkungen sind nicht bekannt.
Wenn Frauen innerhalb von 3 Stunden nach der Einnahme der Pille danach Übelkeit verspüren und erbrechen, sollte eine 2. Pille danach eingenommen werden. Denn die Gefahr besteht, dass der Wirkstoff noch nicht vom Körper aufgenommen wurde und die Pille danach dementsprechend noch nicht wirken kann. Eine Überdosierung ist in diesem Falle nicht wahrscheinlich.
Wenn die nächste Periode nach der Pille danach sich verzögert, ist das nicht ungewöhnlich. Sollte die Menstruation jedoch länger als 7 Tage ausbleiben, ist eine Überprüfung mittels Schwangerschaftstest oder dem Besuch beim Gynäkologen zu empfehlen, um die Wirksamkeit der Pille danach zu überprüfen.Ab welchem Alter darf man die Pille danach kaufen?

Die Pille danach eignet sich für alle Frauen, auch für Teenager. Einige Gynäkologen verlangen für die Verschreibung der Pille danach jedoch die Einwilligung der Eltern bei Jugendlichen unter 16 Jahren. Falls das Mädchen noch unter 14 Jahren alt ist, ist die Zustimmung der Eltern in jedem Fall Pflicht.

Wo kann man die Pille danach kaufen und wie viel kostet sie?

Die Pille danach kann jedoch auch seit dem 15. März 2015 rezeptfrei in jeder Apotheke gekauft werden. Außerhalb der normalen Öffnungszeiten kann die Pille danach auch in jeder Notdienstapotheke gekauft werden, denn die Pille danach sollte ja so schnell wie möglich eingenommen werden und eine Verzögerung bis zum nächsten Öffnen der Apotheke kann die Wirksamkeit und somit auch den Schutz verringern.
Die Pille für danach kann jedoch auch im Onlineshop der Apotheken bestellt werden. Versandapotheken wie zum Beispiel DocMorris versenden ihre Produkte zeitnah und in einer anonymen Verpackung.
Die Preise für die Pille danach fallen unterschiedlich aus. Das liegt an den unterschiedlichen Wirkstoffen der verschiedenen Produkte und den von den Apotheken selbst festgelegten Preisen. Die Pille für danach mit dem Wirkstoff Ulipristalacetat kostet in der Regel um die 30 Euro, wogegen die Kosten für die Pille danach mit dem Wirkstoff Levonorgestrel bei etwa 16 bis 18 Euro liegen. Wer die Pille danach mittels Rezept bekommt, bezahlt nur die herkömmliche Rezeptgebühr.
Kann man die Pille danach auf Vorrat kaufen?

Natürlich lässt sich die Pille für danach auch auf Vorrat kaufen. Jedoch sollte man hier, wie bei allen Medikamenten, auf die Haltbarkeitsdauer achten. Besonders, wenn die Frau die Pille für danach online einkaufen möchte, ist ein vorrätiger Kauf einer Pille anzuraten, da die Lieferzeiten die Einnahme ja wesentlich verzögern können. Doch von einem Kauf mehrerer Pillen auf Vorrat ist abzuraten. Einerseits, weil das Medikament wirklich nicht für den Dauereinsatz, sondern nur im Notfall eingenommen werden sollte. Andererseits sind auch Medikament nicht ewig haltbar. Und abgelaufene Medikamente verlieren nicht nur ihre Wirksamkeit, sondern können nach der Einnahme in Einzelfällen auch unangenehme Beschwerden hervorrufen.

Welche Alternativen gibt es zur Pille danach?

Eine Alternative zur Pille danach kann für manche Frauen die Spirale danach sein, vor allem, wenn man den Zeitpunkt für die Einnahme der Pille danach verpasst hat. Denn die spezielle Spirale danach aus Kupfer kann bis spätestens 5 Tage nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr von einem Gynäkologen eingesetzt werden. Die Kosten werden nicht von der Krankenkasse übernommen und müssen selbst aufgebracht werden.
Wie jede andere Spirale auch kann sie dann 3 bis 5 Jahre im Körper verbleiben. Nachteilig ist die eventuelle stärkere Regelblutung bei manchen Frauen, die die Kupferspirale tragen.
Nach dem Einsetzen kann mit der nächsten Menstruationsblutung im normalen Zeitraum gerechnet werden. Wenn die Spirale danach rechtzeitig eingesetzt wird, besteht eine Wirksamkeit von bis zu 97 %.

 

Fazit zur Pille danach

Die Pille für danach ist nicht für die regelmäßige und normale Verhütung gedacht , sondern sollte nur einen relativ sicheren Schutz für den Notfall darstellen. Der Grund ist, dass bei einer wiederholten Einnahme die Wirkung nachlassen kann und gleichzeitig die Nebenwirkungen steigen. Sollte es im gleichen Zyklus der Frau wieder zu einem ungeschützten Geschlechtsverkehr kommen und somit zum 2. Mal die Einnahme der Pille für danach nötig wird, kann es vorkommen, dass der Eisprung sich verschiebt und der natürliche Zyklus der frau durcheinandergerät.
Die Pille danach ist eine gute Alternative für den Notfall, zum Beispiel, wenn das Kondom reißt oder die Einnahme der Antibabypille vergessen wurde, beziehungsweise diese unwirksam geworden ist (bei Fieber, Durchfall, Erbrechen). Voraussetzung für einen guten Schutz einer ungewollten Schwangerschaft ist jedoch der richtige Zeitpunkt der Einnahme. Dieser sollte möglichst zeitnah nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr erfolgen.
Inzwischen ist die Pille für danach auch rezeptfrei in Apotheken oder Online-Versandapotheken erhältlich.
Die Pille danach ist nicht als regelmäßiges Verhütungsmittel geeignet und ersetzt keinen verantwortungsvollen Umgang mit den herkömmlichen Verhütungsmitteln.
Irrtümer vorbehalten.